Verfasst von: janniadfontes | 3 März 2009

Eine Woche mit Dimitri

Vom 3. bis 10. Februar hatte ich Besuch von Dimitri, der in dieser Woche mit mir und auf eigene Faust Jerusalem und dessen Umgebung entdecken durfte. Da ich in den ersten Tagen, die er hier war noch Uni hatte, bzw. eine Klausur am 6. musste der Arme die ersten Tage alleine verbringen, so hat er die Altstadt, das Israel Museum, Jad Vashem und für alle die ihn kennen, erstaunlicherweise auch den Kreuzweg der Benediktiner am Freitagnachmittag besucht. Freitag Abend, nachdem die Klausur vorbei war und wir uns bei uns in der WG zum Pfannkuchen essen getroffen haben, sind wir in einer größeren Gruppe noch ausgegangen, damit Dimitri auch etwas das Jerusalemer Nachtleben kennenlernt und wir anderen feiern konnten, dass der Hebräischkurs vorbei ist. Am Samstag morgen sind Dimitri und ich erst über den Ölberg gestiefelt und haben uns die diversen Kirchen angesehen, bevor wir mit dem Bus nach Bethlehem sind und uns dort wieder Kirchen angeschaut haben – auch hier Dimitri: Alle Achtung. Als wir am Abend zurück waren, gab es ein kleines persisch-französisch-italienisches Dinner bei uns; Kati und ich haben persisch gekocht und ein französischer Freund von uns hat ein italienisches Nudelgericht vorbeigebracht.
Sonntags haben wir uns dann ans Tote Meer aufgemacht, diesmal mit dem Bus. Eine recht nervenaufreibende Sache, da der erste Bus nicht so kam, wie wir erwarteten und der nächste am Busbahnhof vor der Zeit abfuhr, es hat also gedauert, bis wir endlich am Toten Meer waren. Dort sind wir dann ein bisschen auf dem Wasser getrieben, haben uns zwei mal mit Schlamm eingeschmiert und sind jetzt wahrscheinlich in über 20 amerikanischen Photoalben vertreten, da man unbedingt Photos von uns machen wollte. Danach haben wir uns wieder auf den Rückweg zur Bushaltestelle gemacht, an der wir fast zwei Stunden warten mussten, bis endlich ein Bus kam. Zurück in Jerusalem sind wir noch über den Suq gelaufen und haben ein paar Schmankerl für Dimitri gekauft.
Den Montag haben wir in Tel Aviv und in Akko verbracht, mit ein wenig Sightseeing, am Strand spazieren und der verzweifelten Suche nach einem Shwarmastand, die man normalerweise an jeder Ecke findet, denn wir diesmal erst in dem monströsen siebenstöckigen Tel Aviver Busbahnhof gefunden haben. Dimitris letzten Abend haben wir bei Freunden von mir in deren WG mit meiner neuen Wasserpfeife und Wein, bei uriger deutscher Musik (Wolfgang Petri, Kraftwerk, Helge Schneider und Konsorten) und hebräischen Disneyliedern ausklingen lassen – die Musik hört sich schlimmer an als es war, die Amis wollten es so.
Unser Programm für Dimitris letzten Tag sah vor, am frühen morgen noch auf den Tempelberg zu gehen und danach noch ein Mokkakännchen, den dazugehörigen Kaffee, sowie einen Schal zu kaufen. Zurück im Student Village mussten dann noch die letzten Errungenschaften in den Koffer gepackt werden und als wir uns zum Mittagessen hingesetzt hatte, rief auch schon das Sherut an und Dimitris Zeit in Israel neigte sich ihrem Ende zu.


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